Warenkunde No. 1: Kaschmir

Nehmen wir einmal an, Sie stricken oder häkeln gerade an Ihrem neuen Lieblingsstück, wollen lange Freude daran haben, aber Ihre Materialauswahl war eher zufällig. Sie sind dennoch zufrieden? Glück gehabt. Oder sagen wir eher: Wir führen nur gute Qualitäten. Dennoch möchten wir Sie dabei unterstützen, künftig immer bewusst genau die Qualität auszuwählen, die zu Ihrem jeweiligen Projekt genau passt. Deshalb wird es ab jetzt einmal im Monat im Blog ein wenig Warenkunde geben. Beginnen wir mit Kaschmir, dem tollen Garn, das sie ja in diesem Monat besonders günstig bei uns bekommen. Das edle Material stammt vom Unterhaar der Kaschmirziege, die in Kaschmir (Himalaya), in der Mongolei und in China gezüchtet wird Es ist eine der edelsten, teuersten und beliebtesten Naturfasern. Der hohe Preis für das sehr leichte, weiche, zartglänzende Garn rührt daher, dass pro Ziege jährlich nur etwa einhundert Gramm Wolle gewonnen werden. Dabei wird die Ziege nicht wie ein Schaf geschoren – sie wird gekämmt. Leider ist reines Kaschmir aber nicht sonderlich strapazierfähig. Man kombiniert es daher gern mit anderen Wollsorten, um die Trageeigenschaften zu optimieren. So eignet sich die schöne Wolle dann für Mützen und Schals, Pullis und Jacken, aber auch im Wohnbereich, für Decken und Kissenbezüge. Bei reinem Kaschmir-Handstrick-Garn ist es daher ratsam, dieses möglichst fest zu verstricken, damit es in Form bleibt. Und ganz wichtig ist die richtige Pflege, die da ist: je seltener es gewaschen wird, desto besser. Häufiges Lüften in leicht feuchter Winterluft ist gut. Bei der Wäsche überschreiten Sie 20° Grad Wassertemperatur möglichst nicht. Das Kleidungsstück sollte auf keinen Fall gewrungen oder nass aufgehängt werden, sondern nach kurzem Schonschleudern locker liegend getrocknet werden.