Bei dieser Rundstricktechnik wird der Pullover von oben nach unten gearbeitet.
Zur Ermittlung der Maschenzahl ist es bei dieser Strickart ganz besonders wichtig, eine ausreichend große Maschenprobe zu fertigen. Die somit errechnete Maschenanzahl für den Halsausschnitt wird wie folgt aufgeteilt:
Vorderteil ca. ein Drittel, Rückenteil ca. ein Drittel, und die Ärmel zusammen die restlichen Maschen der Gesamtmaschenzahl.
Die Raglanmaschen werden je nach gewünschter Breite (ungerade Maschenzahl) gleichmäßig auf alle Teile verteilt.
Beispiel: Bei errechneten 68 Maschen für den Halsausschnitt ergibt sich folgende Aufteilung:
Vorder- und Rückenteil je 21 Maschen und jeweils 7 Maschen für die Ärmel. Alle 4 Raglanstreifen erhalten jeweils 3 Maschen.
Nach Aufteilung der Maschen wird in jeder 2. Runde jeweils vor und nach den Raglanstreifen 1 Masche zugenommen, es kommen also jede 2. Runde 8 Maschen dazu. Diese Zunahmen werden so lange fortgeführt, bis man in Höhe der Achsel angelangt ist, und die Maschenanzahl für den Ärmel ausreicht.
Nun wird das Strickteil aufgeteilt.
Dazu nimmt man die Ärmelmaschen jeweils auf einen Faden und legt sie still. Dabei werden die Raglanmaschen jeweils etwa zur Hälfte dazu genommen. Alle restlichen Maschen ergeben dann den Rumpf. Diese Maschen zu einer Runde schließen und bis zur gewünschten Länge weiterstricken.
Anschließend werden die Ärmel weitergearbeitet. Soll der Ärmel zum Bündchen hin schmaler werden, so nimmt man in regelmäßigen Abständen immer vor und hinter der mittleren Masche ab.