Materialkunde 4: Hanffaser

Diese Faser wird aus der Hanfpflanze, besser bekannt als Cannabis, gewonnen. Sie ist eine der ältesten Pflanzenfasern überhaupt. Lange bevor man z.B. Baumwolle verwendete, wurde Hanf in der Textilverarbeitung genutzt. Die Faser wird aus den Stängeln der Pflanze gewonnen. Im Stängel sind mehrere Lagen davon längs und ringförmig in Faserbündeln angeordnet. Hanf ist eine schnellnachwachsende Pflanze, die sehr wenig Wasser verbraucht und vollkommen ohne Herbizide, Pestizide und synthetische Dünger auskommt, also außerordentlich nachhaltig ist. Im Vergleich zur  Baumwolle geht es deutlich schneller bis das Erntealter erreicht ist. Zudem können mehr Fasern pro Hektar produziert werden. Verarbeitet zu Stoffen und Garnen ist sie besonders hautfreundlich, haltbar, belastbar und formstabil. Ein weiteres Plus zur Zeit der Corona Pandemie ist ihre ganz besondere Eigenschaft, Bakterien abzutöten. Ein Mundschutz aus Hanffaser ist also deutlich wirkungsvoller, als einer aus Baumwolle.
Auch wenn einem das Material bei der Verarbeitung ein wenig störrisch vorkommen mag, die Hanffaser wird mit jedem Tragen und mit jeder Wäsche immer nur schöner und geschmeidiger.

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