Materialkunde Alpaka

Alpakas leben überwiegend in Südamerika, vorrangig in den Regionen der Anden. Die Kleinkamele sind perfekt an das Klima in den kalten Höhenlagen angepasst. In Peru, Bolivien und Chile werden Alpakas vorrangig gezüchtet. Die Alpakawolle hat sich besonders in den letzten Jahren, neben der Merinowolle zu einem edlen Klassiker etabliert. Die Faser ist eine weiche, seidig-glänzende Naturfaser, die im Vergleich zur Schafwolle wärmer und feiner ist, außerdem hat sie einen geringeren Fettgehalt. Trotzdem ist die gesamte Verarbeitung der Alpaka-Faser wie das Vorbereiten, Kardieren, Spinnen, Weben und weitere Veredelungsverfahren den Verfahren der Schafwollverarbeitung sehr ähnlich.
Das Fell der Alpakas ist von Natur aus sehr lang und meist braun oder grau, manchmal aber auch hell und apricot-farben. Die Alpaka-Wolle wird durch die Pflegeschur gewonnen. Die Tiere müssen entsprechend ihrem Haarwachstum und -zustand geschoren werden, damit ihr Fell nicht verfilzt und es unter den Haaren nicht zu Hitzestau kommt. Die Alpakas werden in der Regel einmal jährlich geschoren. Die Rohwolle kann zu hochwertigem Alpakagarn verarbeitet werden. Der Faserertrag beim Scheren eines Tieres liegt bei drei bis sechs Kilogramm pro Tier und pro Jahr, davon sind jedoch nur etwa ein bis drei Kilogramm nutzbar.