Materialkunde Seide

Ebenso wie Wolle ist Seide eine Naturfaser. Und zwar eine der ältesten und edelsten auf der Welt, produziert von den Larven der Seidenspinnerraupe. Sie werden in China, Japan und Indien gezüchtet. Die Gewinnung und die aufwendige Produktion der Seide aus den Kokons der Tiere sind seit jeher unverändert. Solch eine Hülle besteht aus verschiedenen Schichten des gesponnenen Fadens. Er kann bis zu 3000 Meter lang sein und befindet sich im Inneren des Kokons. Zur Gewinnung von einem Kilogramm Rohseide benötigt man durchschnittlich zehn Kilogramm Kokons. Seide ist die einzige in der Natur vorkommende textile Endlosfaser, elastisch und deshalb beinahe knitterfrei. Außerdem ist das Material relativ reißfest. Aufgrund des hohen Vermögens Feuchtigkeit aufzunehmen (bis zu einem Drittel des Gesamtgewichtes), eignet sich Seide besonders für Nachtwäsche, da sie temperaturausgleichend ist. Handstrickgarne mit Seide sind daher besonders beliebt für die warme Jahreszeit. Tops und Shirts aus Seide haben einen edlen Glanz, sind leicht und fließend. Bei der Pflege von Seide ist zu beachten: Hand- oder Schonwäsche bei höchstens 30 Grad ohne Reiben oder Wringen und möglichst ohne Schleudern ist hier angebracht! Nach dem Trocknen kann die Seide bei schwacher bis mittlerer Temperatureinstellung rückseitig ohne Druckanwendung und ohne Wasserdampf gebügelt werden.

Alle Garne mit Seidenanteil…