Warenkunde: Merino

Wenn ich Merino höre, denke ich an schmuseweiche Wolle. Aber was genau ist denn nun Merinowolle? Und was ist ein Merinoschaf? – Also, das Merinoschaf ist eine Feinwoll-Schafrasse, die vermutlich aus Nordafrika stammt. Im Hochmittelalter wurden die ersten Tiere nach Spanien gebracht, wo sie schnell zum wichtigen Wirtschaftsfaktor wurden. Erst im 19. Jahrhundert entschieden sich auch andere Länder, die Wolltiere zu züchten. Heute sind Australien und Neuseeland Hauptlieferanten für die weiche, sehr feine und lockige Wolle. Nach der Schur ist so ein Schaf zwischen zwei und vier Kilo leichter. Die atmungsaktive Wolle ist nicht zuletzt für kuschelige Unterwäsche und Heimtextilien beliebt. Sie reguliert auf natürliche Weise die Körpertemperatur und saugt Feuchtigkeit auf, so dass die Haut des Trägers trocken bleibt. Merinowolle ist von außen leicht wasserabweisend, schwer entflammbar und für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut gut geeignet. Genialerweise ist sie von Natur aus elastisch, so dass sie gedehnt werden kann, ohne ihre Form zu verlieren. Merinowolle weist Schmutz und Gerüche ab. Klingt das alles nicht ideal? Die Teile, die Sie daraus nadeln werden, werden Ihnen lange Freude bereiten. Praktisch sind sie auch. Nach dem Tragen reicht meistens ein Lüften an der feuchten Luft, damit sich das Strickteil erholen kann. Wenn es Flecken bekommen hat, legen Sie es einfach in die Waschmaschine mit Wollprogramm, und einem sehr milden Waschmittel (Tenemoll), schon wird es wieder wunderschön.